
Das Wort Reis kommt aus dem indischen Sprachraum, stammt aus dem Tamilischen “arisi“ und wurde schon vor 5000 Jahren in Südindien dokumentiert. Der Reis wurde schon in sehr frühen Epochen in Fernost-Asien angebaut, wie zum Beispiel in China, Indien und Japan. Auch die Araber, Armenier, Kopten und Syrer kannten den Reis und studierten die Methoden seines Anbaus, wie zahlreiche Zitate belegen können.

Der Reis wurde im Western erst in der christlichen Epoche bekannt. Ägypter und Juden kannten ihn wahrscheinlich nicht, die Griechen und Römer zitierten ihn lediglich als aromatische und Heil-Pflanze: Theophrastus und Stradone erwähnten ihn. Der Arzt Galeno empfahl den Reis sogar als Diät für die Gladiatoren und Plinius Secundus beschreibt ihn in seiner Natur-Geschichte.

Dennoch wird der Reis im gesamten Mittelalter nur als Zutat für Nachspeisen oder als Heil-Pflanze angesehen. Der Reis wurde, mit hohen Zoll-Abgaben aus dem Orient importiert und als gleichgestellt neben anderen wertvollen Gewürzen angesehen. Die Ankunft des Reises in Italien ist nicht leicht aufzuspüren. Vermutlich wurde er von den Arabern in Sizilien, durch die Kreuzzüge aus dem heiligen Land oder durch venezianische Kaufleute eingeführt. |
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