
Der Anbau begann Ende des 14. Jahrhunderts. Vermutlich war dies nicht zufällig, da zu dieser Zeit die Welle der schrecklichen Pest-Epidemie die Bevölkerung auf dem ganzen Kontinent dezimiert hatte. Die ersten Reisfelder entstanden im Piemont und in der Lombardei, welche durch die zahlreichen Flüsse einen fruchtbaren Boden besitzen. Es ist bekannt, dass im Jahre 1475, Gian Galeazzo Sforza einen Sack Reis den Herzögen von Este spendete und somit den Reis bekannt zu machen und zu verbreiten. Ende des 17. Jahrhunderts kam der Reis auch nach Amerika.

Viele Jahrhunderte lang wurde im Western nur eine Sorte angebaut: Der Nostrale. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurden zahlreiche andere Sorten aus dem asiatischen Raum importiert und es kam zu Experimenten bezüglich der Pflanzen-Genetik. Ein wichtiger Schritt in Richtung Modernität war der von Cavour, der den Impuls gab, zahlreiche Bewässerungs-Anlagen in Vercelli zu bauen. Die stetige Bewässerung und der Schutz vor der Kälte garantierten den ersten Anbau.

Heute ist Italien das Land mit dem meisten Reis-Anbau Europas und hat ca. 230.000 Hektar Reisfelder. Der stärkste Anbau wird in Pavese und Lomellina betrieben, sei es wegen der traditionellen Techniken, als auch dank der morphologischen Eigenschaften des Bodens. |
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